Bericht

Monatsbericht März 2026

Marktentwicklung im ersten Quartal 2026

Nachdem die meisten wichtigen Aktienmärkten in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres eine positive Entwicklung zeigen konnten, führte der Angriff von Israel und den USA auf den Iran zu einer Zwischenkorrektur. Unter den westlichen Märkten schnitt der Swiss Performance Index (SPI) dank der starken Performance von Indexschwergewicht Novartis mit einem Minus von 2.1% am besten ab. Der deutsche DAX verlor in EUR 7.4% und der S&P 500 sowie der Weltaktienindex MSCI World gaben um 5.1% bzw. 4.1% nach (beide in USD). Der Iran-Krieg führte zu einem Sprung der Ölpreise deutlich über die Marke von USD 100, was Inflationsängste schürte und damit den Handlungsspielraum der Notenbanken einschränkt. Entsprechend sind die langfristigen Zinsen in den Hauptwährungen USD, EUR und CHF um 0.2% bis 0.4% angestiegen und die Obligationenkurse gesunken. Auch Gold gab im März einen wesentlichen Teil seiner bis Ende Februar erzielten Kursgewinne ab, notiert per Quartalsende jedoch immer noch 8.1% höher als zu Jahresbeginn.

Eskalation im mittleren Osten

Seit Ende Februar fliegt Israel zusammen mit den USA Luftangriffe auf den Iran und hat nach eigenen Angaben bereits nach kurzer Zeit die Lufthoheit erlangt. Bei den Angriffen wurden in den ersten Tagen wichtige Mitglieder des Regimes, darunter auch Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei, getötet. Nach dem Tod Khameneis wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei als neuer oberster Führer gewählt. Iran beschoss als Vergeltung für die Angriffe amerikanische Ziele in verschiedenen Golfstaaten und weitete den Konflikt auf die ganze Region aus. Als weitere Massnahme wurde die Strasse von Hormuz zwischen dem Iran und Oman faktisch blockiert. Durch diese Meerenge werden rund 20 Prozent der weltweiten Erdölexporte transportiert. Eine länger anhaltende Blockade würde zu merklichen Engpässen am Weltmarkt führen.

US-Präsident Trump rechtfertigt den Krieg gegen den Iran hauptsächlich mit einer atomaren Bedrohung. Weil Iran einen grossen Teil seines angereicherten Urans tief unter der Erde lagert, konnten diese Bestände, wie bereits im letzten Sommer, nach aktuellem Kenntnisstand nicht vernichtet werden. Es bleibt offen, ob die USA Bodentruppen einsetzen wird, um die Uranvorräte zu beschlagnahmen.

Kriege werden in der Regel durch die Kapitulation einer Seite oder durch Verhandlungen beendet. Bisher lagen die Positionen der beiden Partien so weit auseinander, dass eine diplomatische Einigung in weiter Ferne liegt.

Ob der am 7. April vereinbarte zweiwöchige Waffenstillstand den Verhandlungen zu einem Durchbruch verhelfen kann, wird sich zeigen.

Fonds- und Mandatsperformance

Analog der Marktentwicklung haben auch die Format Vermögensanlagen im März ihre bisherigen Kursgewinne abgegeben und sind seit Jahresbeginn ins Minus gerutscht. Die Entwicklung des Swiss Performance Index wurde durch das deutliche Kursplus von Novartis sowie die nur leichten Kursverluste der beiden anderen Schwergewichte Nestlé und Roche gestützt. Unsere Portfolios verfügen über ein strukturelles Untergewicht in den Indexschwergewichten, weil gleichgewichtetes Anlegen langfristig die besseren Anlageresultate ermöglicht. Da sich ausserdem Aktien von weniger stark wachsenden Firmen mit defensiveren Geschäftsmodellen im aktuellen Umfeld besser behaupten konnten, liegen die Format Vermögensanlagen im bisherigen Jahresverlauf hinter den jeweiligen Benchmarks zurück. Die Performance der Fonds und Mandate seit Jahresbeginn kann über den nachfolgenden Link aufgerufen werden.

Zum zweiten Mal in Folge wurde Format Aktien Schweiz Dividendentitel von der Ratingagentur Lipper aus über 140 Fonds zum besten Schweizer Aktienfonds der letzten drei Jahre gekürt.

Ausblick

Oft belasten militärische Ereignisse die Märkte nur kurzzeitig und die vorherigen Kursniveaus werden innerhalb von Wochen oder Monaten wieder erreicht. Wegen den Auswirkungen auf die Energiepreise ist klar, dass die Risiken für die Weltwirtschaft und insbesondere für einen beträchtlichen Inflationsanstieg mit der Fortdauer des Konflikts zunehmen. US-Präsident Trump ist aufgrund der Zwischenwahlen im November daran interessiert, dass sich die Benzinpreise in den USA rasch wieder zurückbilden.

Aktuell wird das Geschehen an den Finanzmärkten in beide Richtungen sehr stark durch Nachrichten zum Iran-Krieg beeinflusst. Da in solchen Marktphasen die schlechtesten und besten Börsentage nahe beieinander liegen und eine Prognose der weiteren Entwicklung nicht möglich ist, empfiehlt es sich, an einer sorgfältig festgelegten Anlagestrategie festzuhalten.

Beste Grüsse
Matthias Hug und Markus Lackner