Bericht

Monatsbericht Juni 2026

Marktentwicklung im ersten Halbjahr 2026 

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran prägte in den ersten sechs Monaten die Marktentwicklung massgeblich. Der Kriegsausbruch Ende Februar führte in den folgenden Wochen wegen der stark gestiegenen Öl- und Gaspreise zu einer Kurskorrektur an den globalen Aktienmärkten. Ein temporärer Waffenstillstand und anhaltende Verhandlungen führten ab April zu einer Erholung.

Per Jahresmitte resultieren positive Renditen für die wichtigsten Aktienmärkte: Der SPI legte um 9.9%, der DAX um 2.1% (in EUR) und der Weltaktienindex MSCI World um 9.7% (in USD) zu. Die sehr starke Performance in Südkorea und Taiwan, die durch die weiter steigenden KI-Investitionen getrieben wurde, lässt den Schwellenländerindex MSCI Emerging Markets um 24.0% (in USD) ansteigen.

Die höheren Energiepreise haben zu einem Anstieg der Inflationsraten und zu temporär höheren Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen sowie einer Leitzinserhöhung der europäischen Zentralbank (EZB) um 0.25% geführt. Mit der Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges im Iran und der Öffnung der Strasse von Hormuz sind die Ölpreise im Juni wieder auf das Niveau vor Kriegsbeginn von unter USD 75 gesunken. Insgesamt handeln die Anleihenmärkte rund 1% tiefer, während der Goldpreis nach einem kurzen Ausflug auf über USD 5'400 aktuell mit USD 4'000 ca. 7% unter dem Stand per Jahresanfang notiert.

Spannungsfeld zwischen Geopolitik und KI-Boom

Die Märkte bewegen sich aktuell in einem Spannungsfeld zwischen einer deutlich angespannten geopolitischen Lage und den weiter steigenden Investitionen in Bereiche der künstlichen Intelligenz (KI). Obwohl die Ölpreise bereits wieder markant unter den im April erreichten Höchstkursen von über USD 120 notieren, bleibt die Situation im mittleren Osten mit Angriffen auf zivile Schiffe in der Strasse von Hormuz und neuerlichen US-Bombardements iranischer Stellungen angespannt.

Auf der anderen Seite werden die Aktienmärkte dank anhaltend hoher KI-Investitionen und der starken Gewinnentwicklung der Unternehmen unterstützt. Die Fortschritte der künstlichen Intelligenz sind beträchtlich und werden mittelfristig zu grossen Umwälzungen in verschiedenen Branchen führen. Der damit einhergehende Investitionsboom beschränkt sich keineswegs auf amerikanische Technologiefirmen, sondern ist in der Breite spürbar. Auch eine Reihe von Schweizer Firmen, die wir in den Format-Portfolios halten, profitieren davon.

Fonds- und Mandatsperformance 

Am Schweizer Markt waren die Performanceunterschiede zwischen den stärksten und schwächsten Aktien im ersten Halbjahr enorm gross und die Kursausschläge bei Stimmungsumschwüngen jeweils beträchtlich. Die Anlagen Aktien Schweiz, Aktien mittlere und kleiner Firmen und Aktien Dividendentitel sowie alle gemischten Mandate konnten eine positive Performance (inkl. Ausschüttungen) verzeichnen, liegen zum Stichtag per Jahresmitte jedoch hinter ihren jeweiligen Benchmarks. Aktien Schweiz Flex musste wegen einer Reihe von rasch aufeinanderfolgenden Trendwechseln und den heftigen Kursbewegungen eine negative Performance hinnehmen. Obligationen Welt notiert mit -0.8% leicht im Minus, schnitt damit aber leicht besser ab als die Benchmark. Die Performance der Fonds und Mandate seit Jahresbeginn kann über den nachfolgenden Link aufgerufen werden.

Folgende Einzeltitel unserer Schweizer Aktienportfolios haben in der ersten Jahreshälfte einen Total Return (inkl. Dividende) von mehr als 50% erzielt: ams-OSRAM (122.3%), Inficon (87.1%), VAT (85.2%), Comet (82.1%), R&S Group (75.4%), Huber+Suhner (55.7%) und ABB (50.0%).

Ausblick 

In den nächsten Wochen werden die Marktteilnehmenden sehen wollen, ob die Firmen die Gewinnerwartungen zum ersten Halbjahr erfüllen bzw. übertreffen können, und wie firmenseitig die weiteren Aussichten beurteilt werden.

Falls sich die Energiepreise nachhaltig auf den aktuellen Preisniveaus einpendeln, dürfte der positive Impuls aus den KI-Investitionen überwiegen und die Kursentwicklung an den Märkten weiter unterstützen.

Beste Grüsse
Matthias Hug und Markus Lackner